Bescheinigungsstelle Forschungszulage nimmt Arbeit auf

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Bevor die steuerliche Forschungsförderung beim Finanzamt beantragt werden kann, prüft eine fachkundige Stelle, ob das Vorhaben dem Forschungs- und Entwicklungsbegriff des Gesetzes entspricht. Ab sofort können Anträge auf Bescheinigung bei dieser "Bescheinigungsstelle Forschungszulage" gestellt werden.

Das Forschungszulagengesetz ist zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise wurde die Bemessungsgrundlage zum 1. Juli 2020 befristet bis 30. Juni 2026 von zwei auf vier Millionen Euro verdoppelt, um die Anreizwirkung für Forschungsinvestitionen zu erhöhen.

Forschende Unternehmen können jetzt ihre Forschungsvorhaben zertifizieren lassen. Bevor die steuerliche Forschungszulage beim Finanzamt beantragt werden kann, prüft eine fachkundige Stelle, ob das Vorhaben dem Forschungs- und Entwicklungsbegriff des Gesetzes entspricht. Hierüber stellt die "Bescheinigungsstelle Forschungszulage" (BSFZ) einen Bescheid aus, an den das Finanzamt gebunden ist.
 


Anträge stellen bei der "Bescheinigungsstelle Forschungszulage" (BSFZ)
 

Unter www.bescheinigung-forschungszulage.de können Anträge auf Bescheinigung gestellt werden (Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 17.09.2020). Das Portal enthält die nötigen Informationen zu Antragstellung und Förderung sowie Praxisbeispiele.

Bis zu einer Million Euro können Unternehmen erhalten, die in Forschung und Entwicklung investieren. Gefördert werden 25 Prozent der förderfähigen Aufwendungen, insbesondere Personalkosten, aber auch Ausgaben für Auftragsforschung. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Unternehmen gerade Gewinne oder Verluste macht. Entscheidend ist, dass es in seine Innovationskraft investiert und damit Arbeitsplätze und Wohlstand von morgen sichert.

 

Weitere Links

Alle Informationen rund um die steuerliche Forschungsförderung - aktuell und gebündelt - finden Sie in unserem Artikel "Steuerliche Forschungsförderung: Wie funktioniert das Instrument?"