BMBF fördert Forschung für „Zivile Sicherheit“

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Die zivile Sicherheit ist eine der prioritären Zukunftsaufgaben für Lebensqualität und Wohlstand in Deutschland. Das BMBF fördert Forschungsvorhaben im Themenfeld „Zivile Sicherheit – Kritische Strukturen und Prozesse in Produktion und Logistik“.

Das Rahmenprogramm der Bundesregierung „Forschung für die zivile Sicherheit“ (http://www.sifo.de) verfolgt das Ziel, den Schutz der Gesellschaft vor Bedrohungen zu verbessern, die zum Beispiel durch Katastrophen, Terrorismus, Kriminalität und Großschadenslagen ausgelöst werden.

Die Sicherheit der für ein funktionierendes Gemeinwesen unentbehrlichen Infrastrukturen ist ein Kernbereich des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“. Eine neue mehrteilige Förderlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) stellt daher den Schutz kritischer Infrastrukturen (KRITIS) in den Mittelpunkt.

Mit der vorliegenden Richtlinie werden innovative Sicherheitslösungen zur Erhöhung der Resilienz von Prozessen und Strukturen in Produktion und Logistik gefördert, wobei der Fokus auf Bereichen liegt, die im Sinne kritischer Infrastrukturen besonders schützenswert sind.

Gegenstand der Förderung sind anwendungsorientierte Forschungsarbeiten zur Erhöhung der Resilienz von besonders schützenswerten Prozessen und Strukturen in Produktion und Logistik, unter anderem im Zusammenhang mit dem Wandel hin zur Wirtschaft 4.0. Im Fokus stehen folgende Aspekte:

  • Produktion und Logistik als schützenswerte Infrastruktur,
  • innovative Ansätze zur Modellierung und Analyse komplexer, interdependenter Produktions- und Lieferketten,
  • Methoden zur Analyse des Sicherheitsniveaus und der Zuverlässigkeit von besonders schützenswerten Elementen in Produktions- und Lieferketten,
  • Lösungen zur Prävention, zur Erkennung und zur Behebung von Störungen und Schadensfällen,
  • Anpassungsstrategien für ein robustes Business Continuity Management im Zuge von Wirtschaft 4.0 sowie Ansätze für neue zukunftsfähige Sicherheitsservices, Dienstleistungen, Geschäftsmodelle und Systemlösungen im Bereich Produktion und Logistik.

Ganzheitliche Ansätze sind erwünscht mit Berücksichtigung der Aspekte Technologie, Organisation und Personal. Rechtliche Fragestellungen sowie ethische und gesellschaftliche Aspekte spielen für die spätere Umsetzung eine Rolle.

Die Förderrichtlinie ist für bilaterale Projekte mit Partnern aus Österreich geöffnet.

Projektskizzen können bis zum 02. Februar 2018 beim Projektträger VDI-Technologiezentrum GmbH eingereicht werden. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Die Bekanntmachung steht Ihnen auf der Internetseite des BMBF (https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1402.html) zur Verfügung.