Plattformökonomie im Maschinenbau

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Die Plattformökonomie wird ähnlich zum B2C-Umfeld auch im Maschinenbau eine neue Epoche einläuten. In Zukunft wird ein wichtiges Element der Differenzierung von Maschinenbauern der Mehrwert sein, der über digitale Services und Geschäftsmodelle zur Verfügung gestellt wird. Eine Positionierung in der Plattformökonomie muss deshalb essentieller Bestandteil eines jeden Maschinen- und Anlagenbauers werden.

Erfolgsmodell Plattform – Vorbild für den Maschinen- und Anlagenbau?

Plattformunternehmen wie Amazon oder Google haben viele B2C-Märkte von Grund auf verändert. Ihr Vordringen ins B2B-Segment ruft auch den deutschen Maschinenbau auf den Plan. Zwar ist ein entsprechendes Ökosystem hier erst im Entstehen, doch der Trend ist eindeutig: plattformbasierte Applikationen werden auch im industriellen Umfeld zum entscheidenden Differenzierungsfaktor. Das stellt die Unternehmen – insbesondere kleine und mittelständische – vor große Herausforderungen.

Die Komplexität und Vielzahl der aktuell verfügbaren Plattformen und die noch unklaren Business Cases, aber auch die im Vergleich zum bisherigen Kerngeschäft völlig neuen Know-how-Anforderungen erweisen sich als zusätzliche Einstiegshürden.


Studie bietet Einblick

Für die Studie „Plattformökonomie im Maschinenbau: Chnacen – Herausforderungen – Handlungsoptionen“ haben der VDMA, die Deutsche Messe und Roland Berger die Plattformökonomie im deutschen Maschinen- und Anlagenbau untersucht. Zum Kreis der 15 VDMA-Mitglieder, die an mehreren Workshops und Diskussionsrunden teilgenommen haben, zählten Firmen aller Größenklassen und Wertschöpfungsstufen vom Mittelständler bis zum Blue-Chip-Unternehmen, der klassische Maschinen- und  Anlagenbauer ebenso wie Anbieter aus den Bereichen Fabrikautomation und Softwarelösungen. Alle Unternehmen hatten zum Zeitpunkt der Untersuchung bereits relevante Erfahrungen mit Plattformen gesammelt – sei es beim Aufbau, in der Frühphase des Betriebs oder als Nutzer – und konnten dadurch jeweils unterschiedliche Perspektiven einbringen.

Das Vorgehen in den Workshops war überwiegend an den Plattform-Anwendungsfällen der Unternehmen orientiert, um die entscheidenden Erfahrungen "aus der Praxis für die Praxis" zusammenzuführen, zu analysieren und daraus neue Erkenntnisse und Empfehlungen im Umgang mit Plattformen ableiten zu können.

Analog der diskutierten Fragen und gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse behandelt die vorliegende Studie folgende Aspekte:

  • Was sind digitale bzw. IoT-Plattformen und wie sieht die für den Maschinenbau relevante Plattformlandschaft aus?
  • Welche neuen Geschäfts- und Erfolgsmodelle gibt es?
  • Wie können sich Unternehmen erfolgreich in der Plattformökonomie positionieren?
  • Mit welchen Hürden und Herausforderungen ist zu rechnen?
  • Welche Kriterien eignen sich zur Plattformauswahl?
  • Und nicht zuletzt: Wie wird sich die Plattformökonomie weiterentwickeln?

Diese Untersuchung bildet die erste umfassende Analyse der Strukturen plattformbasierter Geschäftsmodelle im B2B-Segment und speziell im Maschinen- und Anlagenbau. Neben einer verständlichen Einordnung des Themas Plattformökonomie im Maschinen- und Anlagenbau soll sie als Leitfaden für unternehmerische Entscheidungen dienen.

Die Studie Plattformökonomie ist in Deutsch und Englisch erhältlich.