umati OPC UA Joint Working Group erfolgreich gestartet

VDW

Nach dem Kick-off am 22. Februar 2019 will diese Arbeitsgruppe die umati (universal machine tool interface) OPC UA Companion Specification bis zur EMO 2019 als Release Candidate vorstellen.

Ziel der gemeinsamen Arbeitsgruppe ist die Entwicklung eines OPC UA Informationsmodells für eine universelle Kommunikationsschnittstelle von Werkzeugmaschinen zu "externen" Kommunikationspartnern. Den Begriff "umati" (Universal Machine Tool Interface) hat der VDW 2017 im Rahmen des Vorprojekts "Konnektivität für Industry 4.0" geprägt. Dieses führte zur Entwicklung eines Entwurfs für ein standardisiertes Informationsmodell, das nun als Diskussionsgrundlage in der umati Arbeitsgruppe dient. 

 

umati: die universelle Schnittstelle für Werkzeugmaschinen

Nach intensiver Vorarbeit in der Kerngruppe des Projektes umati wird nun mit breiter internationaler Beteiligung der Entwurf der umati Companion Specification weiterentwickelt, um auf eine möglichst große Akzeptanz zu kommen. Der Ankündigung der Arbeitsgruppe und dem Aufruf zur Mitarbeit auf der SPS IPS Drives im November sind viele Unternehmen gefolgt. So konnten beispielsweise neben den Steuerungsherstellern B&R Automation und Mitsubishi Electric auch die führenden Werkzeugmaschinenhersteller Japans wie Mazak, Makino und Okuma gewonnen werden.

Zum Start der umati OPC UA joint working group (JWG) trafen sich 55 Vertreter aus 36 Firmen am 22. Februar 2019 in Frankfurt am Main zum offiziellen Kick-off. Nach der Eröffnung durch Dr. Alexander Broos (VDW) und einer Vorstellungsrunde der Teilnehmer konnten sich alle Beteiligten mit ihrer Erfahrung und Position innerhalb der Gruppe einordnen.

Anschließend stellte Andreas Faath (VDMA) die Aktivitäten zu OPC UA innerhalb des VDMA und in Kooperation mit der OPC-Foundation vor. Dabei zeigte er auf, dass aktuell mehr als 17 Fachgruppen innerhalb des VDMA an Companion Specifications arbeiten bzw. diese freigegeben haben. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der gemeinsamen Arbeit, die es ermöglicht, Interoperabilität sicherzustellen.

Götz Görisch (VDW) erklärte den Teilnehmer, was hinter den Gesamtprojekt umati steckt und warum es mehr ist als die Erarbeitung einer Companion Specification (CS): neben der Arbeitsgruppe für OPC UA gebe es noch fünf weitere Arbeitsgruppen, die sich mit den Themen umati Server Stack, EMO Showcase, Abstimmung mit den Steuerungsherstellern und den Themen Recht, Geschäftsmodell und Nutzerorganisation befassen. Des Weiteren ordnete Görisch das Thema Companion Specifications in den Gesamtkontext von OPC UA ein. Zuletzt stellte er die Abgrenzung der umati Companion Specification zur schon existierende CS (OPC UA for CNC systems) des VDW dar.

Tonja Heinemann (ISW) stellte den bisherigen und zukünftigen Arbeitsmodus für die Erstellung der Use Cases und die Modellierungsregeln dar. Anschließend erläuterte Dr. Steffen Dosch (TRUMPF) die für die Companion Specification favorisierten zehn Use Cases mit ihren jeweiligen Inhalten und Mehrwerten.

Caren Dripke (ISW) präsentierte die Ziele und die Arbeitsorganisation der JWG: Neben der Erstellung eines Spezifikationsdokumentes sind auch ein Nodeset, die Dokumentation der Arbeiten sowie eine öffentliche Präsentation auf der EMO in Hannover im September 2019 geplant.
 

Wahl des Chairman

Götz Görisch (VDW) wurde einstimmig zum Chairman der Arbeitsgruppe gewählt und wird die Arbeitsgruppe in den nächsten Monaten leiten und koordinieren.

 

Nächste Termine

Die nächsten Termine sind je eine Webkonferenz am 6.3. und 27.3.2019 mit OPC UA und Vorstellung des Informationsmodells. Die Gruppe trifft sich das nächste Mal zu einem Arbeitsmeeting am 29./30.4.2019 am ISW in Stuttgart, um Feedbacks und Verbesserungsvorschläge aufzunehmen und zu diskutieren.

Weitere Interessierte können sich jederzeit unter info@umati.info registrieren, um in den Informationsfluss eingebunden zu werden.