BMBF-Bekanntmachung zum Thema Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Produktion

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Forschungsprogramm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistungen und Arbeit von morgen“ FuE-Vorhaben, die durch den Einsatz von KI-Technologien in und an Maschinen und Fertigungshilfsmitteln Verfahren der Fertigungstechnik nachweislich verbessern.

Am 17.10.2019 wurde im Bundesanzeiger die Bekanntmachung über die Förderung von Projekten zum Thema „Lernende Produktionstechnik – Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der Produktion (ProLern)“ im Rahmen des Forschungsprogramms „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ veröffentlicht.

 

Schwerpunkt der Förderung
In Verbundprojekten zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ist es das Ziel, die Leistungsfähigkeit und Funktionalität von Maschinen und Fertigungshilfsmitteln der Fertigungstechnik durch den verstärkten Einsatz von KI zu erhöhen. Insbesondere produzierende Unternehmen sollen so in die Lage versetzt werden, den Wandel hin zu Industrie 4.0 und Künstlicher Intelligenz aktiv mitzugestalten.

Gefördert werden kooperative, vorwettbewerbliche und interdisziplinäre Forschungsvorhaben mit folgenden beispielhaften FuE-Schwerpunkten:

  • Methoden zur Identifikation eines zweckmäßigen Umfangs der Anwendung von Maschinenintelligenz und -autonomie, auch im Kontext mit der Wirkung auf die Wertschöpfungskette,
  • Steuerungs- und Regelungsstrukturen zur einfachen Integration von KI-Methoden,
  • Lernstrategien für die Maschinen und Befähigung der Bediener, diese zu bewerten und umzusetzen,
  • Strategien zur Sensorintegration in Maschinen und Fertigungshilfsmittel für die KI-Anwendung,
  • Aufbereitung, Interpretation, Verarbeitung und Nutzung von Daten; auch durch das Einbeziehen von Domänenwissen und bedienerfreundlicherer Expertensysteme,
  • Gewährleistung der Datenhoheit und -sicherheit sowie des Zugangs zu den Daten, auch in enger Zusammenarbeit mit den Kunden,
  • Aktionen bei Änderungen von Maschinenzuständen, technologischen Parametern oder Bauteileigenschaften während der Fertigung möglichst in Echtzeit,
  • neue Bedienkonzepte und Mensch-Maschine-Schnittstellen (z. B. Interaktion zwischen Bediener und Maschine, Erkennung und Verarbeitung von menschlichen Gesten) und deren Akzeptanz.

Mögliche Anwendungsfelder können digitale Assistenzsysteme für den Arbeitsvorbereiter und den Maschinenbediener, Anlagensteuerungen, Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle und Instandhaltung sein.


Antragsberechtigt
Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und andere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern, sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft.

Die Vorhaben sollen unternehmensgetrieben sein und dauerhafte Innovationsprozesse in den Unternehmen anstoßen.


Antragsverfahren
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe können beim Projektträger Karlsruhe (PTKA) Projektskizzen bis zum 10. Februar 2020 eingereicht werden.


Weitere Informationen
Weitere Details finden Sie in der Bekanntmachung des BMBFs (siehe Anlage) und unter https://www.produktion-dienstleistung-arbeit.de/de/lernende-produktionstechnik-einsatz-kunstlicher-intelligenz-ki-in-der-produktion-prolern-2223.html

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