Virtuelle Inbetriebnahme: Leitfaden erschienen - Web-Seminar am 20.01.

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Der neue VDMA-Leitfaden unterstützt Unternehmen bei einer stufenweisen und strukturierten Einführung von Virtueller Inbetriebnahme. Das Webseminar „Virtuelle Inbetriebnahme“ am 20. Januar 2021 zeigt, wie das funktioniert.

Die Virtuelle Inbetriebnahme gewinnt als umsetzungsnaher Teil der Digitalisierung im Maschinen- und Anlagenbau über alle Branchenzweige hinweg an Bedeutung. Der Leitfaden "Virtuelle Inbetriebnahme" ermöglicht mit einer Kosten-Nutzen-Betrachtung und einer methodischen Handlungsanweisung einen effizienten Einstieg.

Die Virtuelle Inbetriebnahme eignet sich hervorragend, um in durchgängigen digitalen Prozessketten zu denken. Damit ist sie auch ein Anwendungsbeispiel für den Digitalen Zwilling, dem Herzstück der Industrie 4.0. Als digitales Abbild von Maschinen, Komponenten und Produkten kombiniert er Simulationen aus dem Engineering, Live-Daten aus der Produktion und Optimierungsanalysen. Das Resultat sind neue Erkenntnisse über Produkte und Prozesse, gewonnen auf effizientem und intelligentem Wege. Schnell wird klar, welche Möglichkeiten und Potenziale sich damit für die Unternehmen verbinden lassen – und das über den gesamten Produktions- und Produktzyklus hinweg.

Die Realisierung der Virtuellen Inbetriebnahme bietet einen hohen Mehrwert für den Maschinen- und Anlagenbau und dessen Kunden: Bei Bestandsanlagen bietet das frühzeitige Durchspielen unterschiedlicher Szenarien Einsparpotenziale. Die Absicherung von Anlagenkonfigurationen führt zur gesteigerten Prozessqualität und der Erhöhung der Anlageneffizienz in der eigenen Produktion. Die Reduktion des Time-to-Market neuer Produkte und neue datenbasierte Geschäftsmodelle der Maschinenlieferanten sind weitere mögliche Mehrwerte.

 

Handlungsanweisungen für Lieferanten und Kunden

Die Vielzahl an Daten und Informationen in den Unternehmen eignen sich schon heute für die Realisierung der Virtuellen Inbetriebnahme für die eigenen Komponenten, Maschinen oder Anlagen. In der initialen Betrachtung stehen die Kosten und der Nutzen im Fokus. Im Leitfaden „Virtuelle Inbetriebnahme“ wird hierauf besonderer Wert gelegt. Auf Grundlage des neu entwickelten Kosten-Nutzen-Schemas kann in einer einfachen tabellarischen Form der Return-of-Investment ermittelt werden.

Eingerahmt wird die Kosten-Nutzen-Betrachtung von technischen Erläuterungen und einer methodischen Einführungsstrategie. Es wird deutlich, dass ohne digitale Prozessketten Engineering-Daten nicht bis in die Produktion gelangen und die in den Daten enthaltenen Erkenntnisse im späteren Verlauf verloren gehen. Ziel muss es also sein, die Virtuelle Inbetriebnahme in den gesamten Lebenszyklus zu integrieren. Der erste Schritt ist meist der schwierigste. Die im Zuge dieses Leitfadens entwickelte Herangehensweise hilft, diese Einstiegshürde zu senken.

Durch die konsequente Umsetzung der Virtuellen Inbetriebnahme kann die Qualität der Software und des gesamten Produktionssystems verbessert werden. Eine langwierige physische Inbetriebnahme und stressige Einsätze am Bestimmungsort können vermieden werden. Eine Checkliste gibt Anreize für die eigene Umsetzung und vereinfacht die Beschreibung der Anforderungen an das eigene Unternehmen.


Best Practices sollen inspirieren und motivieren

Der Leitfaden wird ergänzt um "Best Practices zur Virtuellen Inbetriebnahme". In dem gleichnamigen Dokument werden konkrete Beispiele für Umsetzungen der VIBN in der Industrie anhand von Best Practices beschrieben. Diese sollen sowohl der Inspiration für die Umsetzung im eigenen Unternehmen als auch der Motivation dienen, bestehende Hemmnisse abzulegen und sich dem strategischen Projekt der „Einführung der VIBN“ anzunehmen. Die Best Practices besitzen unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte.

 

Im Webseminar „Virtuelle Inbetriebnahme“ erfahren die Teilnehmer, wie eine Einführung von VIBN in der Praxis gelingen kann.


 
Web-Seminar am 20.01.2021 präsentiert Erkenntnisse aus dem neuen Leitfaden

▶︎  Anmeldung zur Online-Veranstaltung

Vertreter aus Wissenschaft und Industrie werden am 20. Januar 2021, 8:00 Uhr bis 10:00 Uhr, im Rahmen eines GoTo-Webinars veranschaulichen, wie eine Einführung von Virtueller Inbetriebnahme in der Praxis gelingen kann.

Das Webseminar wird zeigen, dass sich die Vielzahl an Daten und Informationen in den Unternehmen schon heute für die Realisierung der Virtuellen Inbetriebnahme eignen. Eine Checkliste gibt Anreize für die eigene Umsetzung und vereinfacht die Beschreibung der Anforderungen an das eigene Unternehmen. Best Practice Beispiele unterstützen einen effizienten Einstieg.

Programm

 
08:00

Begrüßung und Vorstellung
Dr. Christian Mosch, Etienne Axmann, VDMA

08:10

Nutzen der Virtuellen Inbetriebnahme
und Maßnahmen zur wirtschaftlichen Einführung

Prof. Dr. Jochen Deuse, Institut für Produktionssysteme (IPS) der TU Dortmund
Prof. Dr. Oliver Riedel, Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen
und Fertigungseinrichtungen (ISW), Universität Stuttgart

08:50

Vorstellung des Leitfadens „Virtuellen Inbetriebnahme“

Karl Kübler, Projektleiter des Leitfadens, Institut für Steuerungstechnik
der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW),
Universität Stuttgart

09:10

Erste Schritte zur Virtuelle Inbetriebnahme

Ingo Lesniak, HAHN Automation

09:30

Digital Workflow

Thomas Kirner, KUKA

09:50

Abschluss und Verabschiedung
Dr. Christian Mosch, Etienne Axmann, VDMA

10:00

Ende der Veranstaltung

   

 

Projektpartner

Der VDMA-Leitfaden „Virtuelle Inbetriebnahme“ ist in Zusammenarbeit mit dem Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen der Universität Stuttgart (ISW Stuttgart) und dem Institut für Forschung und Transfer e.V. entstanden.

Unterstützt wurden beide Institute von einem projektbegleitenden industriellen Arbeitskreis.
 

Ansprechpartner

Dr. Christian Mosch
VDMA-Forum Industrie 4.0
Telefon 069 6603-1939
E-Mail christian.mosch@vdma.org

Etienne Axmann
VDMA Robotik + Automation
Telefon 069 6603-1530
E-Mail etienne.axmann@vdma.org

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